Sunday, September 30, 2012

Ein Dankeschön



Vielen lieben Dank an Lucia von Flounced Lucia, die mir den Liebster-Blog Award verliehen hat :D Natürlich regte sich sofort mein schlechtes Gewissen, weil ich doch so lange nichts mehr gepostet habe und momentan immer noch so wenig Zeit habe. Ich hoffe der Herbst und die dunklen Tage bringen bald wieder etwas mehr Muße für die kreativen Seiten des Lebens.

I have to thank Lucia of Flounced Lucia who gave me the Liebster-Blog Award. Of course I feel a little sorry, because it has been months since my last post and I hope for autumn and long evenings to give me more time for blogging and creative things.

Gerne hätte ich ihn an Lucia zurück gegeben, aber ich fürchte das geht wohl nicht... Andererseits bin ich mir sicher, dass einige meiner Vorschläge den Award auch schon haben, aber da ich diese Blogs gerne und oft lese, kann ich diesen speziellen Award nur dorthin geben:

Mme. du Jards Atelier
Cécile habe ich die allerersten Lektionen in Sachen historischer Mode - damals im Marie-Antoinette-Forum - zu verdanken. Sie war überhaupt die erste Kostümschneiderin, die ich über das Internet kennenlernte und über sie habe ich erstmalig erfahren, dass es sowas wie historisches Kostümschneidern überhaupt GIBT! Und dass es Leute gibt, die so etwas machen, sich treffen, recherchieren, darüber bloggen etc.
Cécile is the first person who ever taught me something about historical fashion, back in the German Marie-Antoinette-Forum. She was the first costumer I knew via the internet and because of her I got to know that something like historical costuming even existed! That there were many people doing this and blogging about it!

Kleidung um 1800
Ich lese schon sehr lange diesen Blog, obwohl ich mich anfänglich nur für das 18. Jahrhundert interessiert habe. Sabine schaffte es aber mit ihren wundervollen Arbeiten und Posts sehr schnell, mich für das frühe 19. Jahrhundert zu begeistern. Ihre sehr anschaulichen und beeindruckenden Anleitungen machen jedesmal Lust aufs Nachmachen und ihre freundliche und motivierende Art ist einfach nur super!
Although at first I was only interested in 18th century fashion, Sabine's blog quickly got me involved with the fascination of early 19th century costuming. Her excellent work and tutorials are always a treat and teaser, and I particularly recommend her very friendly and higly motivating attitude!

Two Nerdy History Girls
Bei Loretta Chase und Susan Holloway Scott gibt es immer etwas zu entdecken. Da ich selbst Geschichte studiert habe, stöbere ich immer wieder gerne in ihren Beiträgen, die sich meist mit dem Alltagsleben im 18. Jahrhundert beschäftigen und einen Einblick in die Recherche für die Romane der beiden Autorinnen geben.
The nerdy history girls are writers Lorette Chace and Susan Holloway Scott, who share their historical research in this blog. Beeing a historian myself, I love the little stories and anecdotes about every-day-life in the 18th century. 






Wednesday, June 6, 2012

Kostümfilm-Klassiker im Berliner Zeughaus Kino

Das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums widmet sich im Juni/Juli dem Thema  Kostümfilm. Zu sehen sein werden insgesamt 27 Filme, aus einem Zeitraum von 1919 (Madame Dubarry von Ernst Lubitsch) bis 2012 (Eine königliche Affäre von Nicolaj Arcel).
Darunter werden Klassiker wie Gone With The Wind ( 1939, Victor Fleming) Münchhausen ( 1942,  Josef von Baky), Barry Lyndon (1975, Stanley Kubrick) Dangerous Liaisons (1989, Stephen Frears) oder Elizabeth ( 1998, Shekhar Kapur) sein. Hier ist die vollständige Programmübersicht. Für viele, die wie ich die historischen Produktionen nur aus dem TV kennen, ist es vielleicht eine der seltenen Gelegenheiten, die Filme noch einmal auf der großen Leinwand zu sehen. Die meisten werden in der Originalfassung oder mit deutschen Untertiteln gezeigt, was ebenfalls ein Vorteil gegenüber den in Deutschland üblichen Synchronfassungen ist. 

Barry Lyndon, 1975, Stanley Kubrick



In June and July the cinema Zeughauskino of the DHM in Berlin presents some special screenings of a total of 27 costume dramas. The earliest of the productions shown is from 1919 (Madame Dubarry, Ernst Lubitsch), the most current is from 2012 ( Eine königliche Affäre, Nicolaj Arcel).  Costume drama and period pic lovers will have the chance to see some iconic movies on the big screen again, such as: 
Gone With The Wind ( 1939, Victor Fleming) Münchhausen ( 1942,  Josef von Baky), Barry Lyndon (1975, Stanley Kubrick) Dangerous Liaisons (1989, Stephen Frears) or Elizabeth ( 1998, Shekhar Kapur). Have a look at the complete programme. Most of the movies will be shown in their original version or with german subtitles.  

Tuesday, May 15, 2012

I ♥ Monteverdi

Heute wäre Claudo Monteverdi 445 Jahre alt geworden. So lange beweisen seine Werke bereits ihre Unsterblichkeit!

"Monteverdi, Claudio. Der Mozart seiner Zeit brachte die Kunst auf einmal so weit, als sie vielleicht ohne ihn in einem halben Jahrhundert nicht fortgerückt wäre."


 Und beim WDR gibt es auch pünktlich wieder einen Hörbeitrag: Klick.


I love Claudio Monteverdi, who's birthday was today 445 years ago. Since then his works have proven to be eternal!


Nicht von der seltsamen Darstellung im Video ablenken lassen, die Musik ist Perfektion ; )
Nevermind the strange acting in the video, the music is perfection! 

Friday, May 11, 2012

Video zur Ausstellung Fashioning Fashion im DHM

Es gibt bei youtube ein Video der Aufbauarbeiten und zur Konzeption der aktuellen Ausstellung im DHM in Berlin. Für alle, die nicht hinfahren können oder ein kleines preview möchten. Der gleiche Film wird übrigens auch innerhalb der Ausstellung gezeigt.



There is an official video of the current exhibition Fashioning Fashion at the DHM in Berlin. For everyone interested or curious. This little documentary is also part of the exhibition itself.

Thursday, May 10, 2012

18th century 'fingertipless' gloves?


Ich kann mir keinen rechten Reim auf dieses wundervolle Pastellgemälde von Jean Marc Nattier machen, welches Louise Geneviève Le Blond, die Frau des Komponisten Joseph-Nicolas Pancrace Royer darstellt. Die Maske in der rechten Hand der Dame deutet recht unzweideutig auf eine Art Kostümierung hin, eventuell war Madame gerade dabei, zu einem Maskenball aufzubrechen. Am interessantesten unter den vielen Details finde ich jedoch die Handschuhe, die jeweils die Fingerspitzen unbedeckt lassen. Das sehe ich heute zum erstenmal. Daher stellt sich mir die Frage: War das eine kurzweilige Mode oder gehörte diese Handschuh-Variante sogar zur "Verkleidung" und fand keinen Gebrauch im Alltag? Letzteres kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Beim näheren Betrachten stellt sich zudem der Eindruck ein, die offenen Spitzen gebe es nur an der rechten Hand. An der linken Hand sieht der Handschuh am sichtbaren Zeigefinger geschlossen aus. Könnte es eine spezielle Handbekleidung zum Musikmachen sein? Oder zumindest für eine Tätigkeit, die nur die rechte Hand beansprucht (im Rahmen eines Maskenballs?)
Fragen über Fragen, auf die vielleicht jemand eine Antwort hat? Über Hinweise freue ich mich natürlich sehr!

 I don't know what to make of these gloves on this wonderful pastel painting by Jean Marc Nattier. It depicts Louise Geneviève Le Blond, wife of the french componist Joseph-Nicolas Pancrace Royer. She obviously is dressing up for a masked ball or some kind of masquerading. I haven't seen such fingetipless gloves before and I'm wondering if they were part of the masquerade or simply worn out or what other purpose they could have had. On the other hand I'm not completely familiar with all the costume-relevant portraits out there...
Also it seems as if only the right hand has opened fingertips while the left looks completely covered. 
So were they used for music making, maybe? Or any other purpose that mainly required the use of the right hand in a rather delicate manner? I have no idea... and will be happy about any suggestions!


Monday, May 7, 2012

Endlich schlechtes Wetter...

...und endlich wieder Zeit und Muße für Nadel- und Stickarbeit. Dieser post dient lediglich als Beweis, dass sich tatsächlich mal wieder etwas getan hat bei mir, als eine Art Selbstmotivation. Vielleicht werde ich ja noch dieses Jahr fertig? ; )




Es gibt noch eine Unmenge zu tun. Und vermutlich wird das Drapieren am Rücken wieder ein ewiges Gefummele. Der Taft ist diesmal sehr fein und steht nicht so schön wie der bei meiner Francaise. Aber immerhin geht es wieder weiter!




It was about time to continue with my Anglaise and the rainy weekend helped a little. There is still a lot to do and I can already see my self arranging those back pleats over and over again. But who knows, I might even be able to finish the dress this year! ; )

Monday, April 30, 2012

Fashioning Fashion im Deutschen Historischen Museum

© LesMads

© Phaidon
Am Wochenende nutzte ich die erste sich bietende Gelegenheit, um die Ausstellung Fashioning Fashion im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu besuchen. Da ich den englischsprachigen Katalog mit dem gleichen Titel bereits kannte, hatte ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was mich vor Ort erwartete und war schon gespannt auf einige meiner Lieblingsexponate, wie die diese schöne Redingote (siehe Bild rechts). 
Wie zu erwarten, gab es ein Fotoverbot, aber an dieser Stelle gibt es eine nette kleine Fotostrecke aus dem DHM.

I grabbed the first opportunity to visit the exhibition Fashioning Fashion at the German Historical Museum in Berlin this past weekend. Knowing the English publication of Fashioning Fashion inside out, I was looking forward to see some of my favourite garments en nature, such as the lovely Redingote (see picture at right).

Die Ausstellung gibt einen schönen Überblick über die Entwicklung der Mode in den Jahren 1700 bis 1915. Anhand von vier unterschiedichen Kategorien werden die Museumsbesucher an die Besonderheiten der historischen Kleidung herangeführt:
Die erste dieser Kategorien ist die Silhouette. Anhand dieser werden die wichtigsten Entwicklungschritte in der Herren- und Damenmode mittels repräsentativer Exemplare in einer Art Zeitstrahl vorgestellt. Daran schließt sich die zweite Kategorie Textur /Textilien an und stellt einige besonders aufwendige und typische Web-, Färbe- oder Drucktechniken der Modegeschichte vor, wiederum anhand von sehr schönen erhaltenen Originalen.
Die dritte Kategorie widmet sich der Form, wobei natürlich in erster Linie originale Paniers, Schnürleiber und Korsetts, Krinolinen und Turnüren gezeigt werden.
Die vierte und letzte Kategorie stellt wunderschöne Beispiele der Dekoration vor, Spitzen, Stickereien, Drapierungen und natürlich diverse Accessoires wie Schmuck, Fächer, Reticules oder Hüte.

The exhibtion offers an interesting overview of the changing European fashions between 1700 and 1915 by arranging the exhibits under four different topics. The first one is dedicated to the silhouette, exhibiting male and female fashion according to a time bar with some very pretty and typical samples. The second shows some beautiful textiles and the weaving, colouring and printing techniques that went along with the development of these textiles. The third topic is the form, which - of course - involves the corsets and paniers, the crinolines and bustles. The fourth and final topic is the trim and decoration. Here you get a closer look at historical laces and embroidery, at fans, reticules and hats.

Die Räumlichkeiten sind etwas abgedunkelt und ein Sicherheitsabstand zwischen Ausstellungsstücken und Museumsbesuchern macht es mitunter etwas schwierig, Details wie Nahtverläufe oder einzelne Stichtechniken zu erkennen. Für Recherchen zur historischen Nadelarbeit eignet sich die Ausstellung nur bedingt. Die ausgestellten prächtigen Stickereien in der Abteilung Dekoration sind jedoch zum Teil hinter Glas, sodass man hier recht nahe herankommt und sehr viele Kleinigkeiten und Details in aller Ruhe betrachten kann.

The relative darkness and the safety distance both make it hard to really examine the exhibits in detail. But you get a good look at the embroideries in the fourth fraction, since almost all samples in that part of the exhibition are behind glass.

Was mir in erster Linie wieder auffiel, war die Zierlichkeit der erhaltenen Damenmode, die sich größtenteils wie Puppenkleidung ausnahm, so klein und schmal wirkten einige der Originale. Diese Taillen! Hätte ich die Gelegenheit gehabt, mich auf die Podeste neben die Exponate zu stellen, hätte ich einen Großteil mit Sicherheit um mehr als einen Kopf überragt.

Again, what astounded me the most was the delicate tininess of the garments, especially the female ones. Compared to me they almost looked like doll dresses. And don't ask me about some of the waists I have seen there!
The exhibtion opens until Juli 29th, 2012.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. Juli 2012.



Saturday, April 21, 2012

Hörbeitrag - 230 Jahre "Gefährliche Liebschaften"



Am 23. März vor 230 Jahren erschien der berühmte Briefroman "Gefährliche Liebschaften" von Chorderlos de Laclos, der heute vermutlich vor allem durch die ebenso berühmte Verfilmung aus dem Jahr 1989 mit John Malkovich und Glenn Close bekannt ist. Ein Hörbeitrag des WDR, der anlässlich des Jubiläums enstanden ist, widmet sich der kulturhistorischen Bedeutung des Romans: Klick.

Wednesday, March 21, 2012

Frühlingsgefühle...

... habe ich bei diesem Ausblick bekommen. Endlich gibt es mal eine zünftige Ausstellung historischer Garderobe in Berlin, eine Stadt deren Museen nicht gerade vollgestopft sind mit antiken Körperbedeckung. Daher erfreute mich der Anblick dieses Posters neben dem Deutschen Historischen Museum und der Museumsinsel mehr als die ersten Kirschblüten, die ja noch auf sich warten lassen.
Fashioning Fashion: Eine Ausstellung des Los Angeles County Museum of Artim Deutschen Historischen Museum, Europäische Moden von 1700 - 1915.
Jubilier!!

Es wurde aber auch echt mal Zeit!


Just a quick note for English readers: I'm pretty much excited for spring and the upcoming exhibtion "Fashioning Fashion" in the Deutsches Historisches Museum, where a collection of the Los Angeles County Museum of Art is going to be on display. Yay!

Saturday, March 3, 2012

Gestern im "Marie Antoinette"

Gestern war ich im "Marie Antoinette" hier in Berlin. Bis gestern wusste ich nicht, dass es eine Bar diesen Namens hier gibt und musste natürlich mal vorbeischauen. Es ist eine Mischung aus Club und Bar, in der Bands auftreten. Die Location liegt direkt an der Spree und direkt unter der S-Bahn Trasse, in den sogenannten S-Bahn-Bögen. Leider war die Musik entsprechend unterirdisch, der Königin natürlich nicht würdig. Man kam sich eher wie bei einer Freak-Show vor oder wie auf einer Zeitreise ins New York der frühen 80er, wo geltungsüchtige Chaoten ihren Bühnendrang ausleben, natürlich ohne einen Hauch von Talent.
Aber man kann die Location mieten, mit wunderbaren Blick direkt auf die Spree.
Not very Versailles from the outside

Last night I went to the "Marie Antoinette" here in Berlin. I had not heard of the place until yesterday and of course I had to check it out, noblesse oblige. It's a club/bar sort of location, very urban, located in the centre of the city, right next to river Spree and right under the S-Bahn train viaduct. Unfortunately the programme was not worthy of the music loving queen's name, instead it was a real freak show at best. But highly entertaining with much of unintended fun and laughter. It felt like being beamed back to NYC circa 1980, lot's of synthie pop (but that seems to be a german expression) and weird performers with truck loads of self esteem and zero talent. Obviously more in the spirit of the Coppola movie than of Versailles.
It seems like you can rent the place for events! Which comes with a wonderful view from the inside overlooking the river Spree.

But inside the queen smiles at you from the walls

Tuesday, January 24, 2012

The laziest girl in town...

Schlafende kleine Strickerin - Jean-Baptiste Greuze
Faules Mädchen - gar kein Fädchen! Das ist momentan leider mein Motto, denn es gibt zuviel an anderen Fronten zu tun, um mit dem Kleid voran zu kommen und Sticken ist wohl nicht so mein Ding. Also vergesst die fünf Ornamente pro Tag. Bitte sagt mir, dass all die fleißigen Costumers und Blogger hier keine Vollzeitjobs "nebenher" haben ; )

I'm the laziest girl in town, well, almost. There is much to do in other departments, but almost no time left for sewing or stitching. The letter is not exactly my cup of tea, or so it would seem, as the aspired 5 ornaments a day turned out to be wishful thinking. If I could at least tell myself that all the fabulous costumers and bloggers here are without fulltime jobs, to put my shortcomings into perspective...

Sunday, January 8, 2012

And so it begins...


Oje, ich bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Stickerei-Ergebnis, aber wenn ich das durchziehen will, brauch ich eine mir bis dato unbekannte Portion Nadelarbeit-Enthusiasmus. Vielleicht versuche ich es einfach mit guter alter Planwirtschaft und sticke mindestens 5 Blumen pro Tag. Bei ca. 100 Ornamenten müsste ich dann in knapp einem Monat fertig sein. Für die Stickerei verwende ich silberfarbene Seide von Gütermann (Gütermann R753, 10m).

I'm quite satisfied with the outcome of my embroidery experiment so far, but it takes a good amount of enthusiasm to finish this. Maybe I should work according to a stitching schedule with at least 5 ornaments a day. With 100 ornaments all together, I should be done in a month's time. The stitching material is silver coloured silk (Gütermann R753, 10m).

Thursday, January 5, 2012

Na toll...

Kaum hat das neue Jahr begonnen, klingelte der UPS-Mann und brachte Ware aus Indien, diesmal leider mit Zoll-Zuschlag. Das erste Ärgernis, wenn auch nicht so ein großes, da man damit rechnen muss. Doch das zweite Ärgernis liess nicht lange auf sich warten: Der Seidentaft für die Anglaise sieht leider in der Realität arg langweilig aus. Leuchtendes Blau? Wohl nur mit Blitz, siehe Foto unten. Im Tageslicht finde ich die Farbe recht dürftig.

© puresilks


Only a few days into the new year and - yeah! - I got new fabrics delivered by UPS, but this time - buuh! - with some extra brokerage costs. And on top of it the fabric for the Anglaise looks dull. The picture above is with flash light and I like the colour, but in day light it's looking not half as bright.

© LACMA Image Library
Daher die Überlegung: Sollte ich es einfach mit Stickereien aufpeppen? Ich hatte mir ungefähr so wie auf diesem Bild vorgestellt:

I'm thinking of maybe doing a little emboidery to make the fabric more appealing, something like you can see on the picture at the right:

Ich hatte mir so einfarbige (weiße, silberfarbene oder blaue) kleine Motive vorgestellt, allerdings kann ich momentan mangels Erfahrung überhaupt nicht abschätzen wie aufwendig sowas ist. Auch kleine Blumen wollen jede Stück für Stück gestickt werden, und wie ich meinen Fleiss kenne, sitze ich vielleicht noch in vier Jahren daran und es wird nie was. Außerdem frage ich mich, ob es sehr geschummelt ist, wenn man die Stickereien erst auf die schon zugeschnittenen Teile anbringt.

I want to do little white, silver-coloured or blue ornaments, but at the moment I cannot estimate the amount of work, due to lack of experience. Even the most little flower wants to be stitched with care and at the moment I'm not exactly eager and already see myself sitting on this the next four years or so... And I'm wondering if it is a terrible cheat to stitch the ornaments on cut patterns.

Friday, December 30, 2011

Plans for 2012

taken from Nehelenia Patterns

 Neben der Anglaise, die ich als nächstes angehen will, habe ich vor, einen Ausflug ins frühe 19. Jahrhundert zu machen. Dazu habe ich mir bei Nehelenia Patterns die Regency-Schnittmuster-Collection von "La Mode Bagatelle" bestellt und bin gespannt, ob ich damit zurecht komme. Ich habe noch nicht alles im Detail anschauen können, aber die Anleitungen, die übrigens in einem hübsch aufbereitetem Heft daherkommen, scheinen ausführlich und hilfreich zu sein. Und besonders begeistert war ich von den diversen Stickvorlagen für die Verziehrungen der Kleider. 

In 2012 along with the Anglaise I'm planning a little trip into the early 19th century. On Nehelenia Patterns I bought a Regency-pattern-collection from "La Mode Bagatelle". I haven't had the time to look at it in detail, but the instructions seem to be very descriptive and helpful. Most of all I welcome the enclosed stitching designs!
Thinking about 1812 but actually beeing close to 2012 ... Can you believe that number! It looks so odd to me ; )

Einen guten Rutsch ins neue Jahr!! 
Happy New Year to all of you!

Saturday, December 17, 2011

I finished my Francaise!

Ich bin endlich fertig! Zu spät für den Nikolaus, zu früh für den Weihnachtsmann, aber irgendwie trotzdem ein Geschenk. Zwar ist vieles noch verbesserungswürdig, aber nicht umsonst heisst es 'Übung macht den Meister'. Und da es mein erstes tatsächlich fertig gestelltes Projekt ist, bin ich natürlich sehr happy.

I finally got to finish the dress! It's not Christmas yet, but it feels like a present anyway. Of course there are a lot of things I could do better next time, but you know: only practice makes perfect. And since it is the first project I ever completed, I'm very happy with it :D




Wenn ich etwas mehr Ausstattung und das entsprechende Styling habe (sprich Schuhe, Hut, Haare etc.) gibt's auch mal 'angezogene' Fotos.

When I manage to look more like my profile pic (when I get the styling done with hair, hat, shoes etc.) pictures with me wearing the dress hopefully follow someday.

Wednesday, December 14, 2011

Daniel Chodowiecki - Hörbeitrag

Berliner Moden 1780

"Daniel Chodowiecki, Maler und Kupferstecher, war der berühmteste Buchillustrator des 18. Jahrhunderts. Ob Lessings Minna von Barnhelm, Goethes Leiden des jungen Werther oder Schillers Räuber, Chodowiecki hat sie alle mit seinen Abbildungen veredelt..."

In einem Beitrag des WDR aus der Reihe "Zeitzeichen" gibt es eine interessante Darstellung über das Leben und Wirken Daniel Chodowieckis zu hören.

Die Leiden des jungen Werther

Kabale und Liebe




Abschied des Calas von seiner Familie

Monday, December 12, 2011

Carriages in the 18th century - Cabriolets and Chaises

Wie einige Posts zuvor beschrieben, entwickelten sich Kutschen im Laufe des 17. Jahrhunderts zur bevorzugten Transportmöglichkeit des Adels, vor allem auf längeren Reisen sowie zum unabdingbaren Statussymbol. Im 18. Jahrhundert differenzierten sich weitere Typen von Kutschen aus, die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Mobilität und Selbstdarstellung entsprachen.

During the 17th century carriages became the favourite traveling conveyance and a beloved status symbol for every noble on European terrain. In the following century a number of developments and variations complemented the changing ideas of mobility and self-expression.

Cabriolet 18th century


Bereits im 17. Jahrhundert gab es in Frankreich die Erscheinung des Cabriolets - damals noch zweispännig -, die jedoch nur von kurzer Dauer war und sich erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts durchsetzte. Es waren leichte Gefährte mit nur zwei Rädern, die einspännig gefahren wurden. Man saß darauf im Freien und lenkte die Kutsche selbst. In einer 1755 erschienenen Schrift namens Dialog entre Cartouche et Mandrin hieß es: "Es gibt nichts Neues, außer den Kabrioletts. Sie sind gerade jetzt in Mode und begeistern ganz Paris. (...) Die Mode schreibt vor, dass er (der Reisende) einen Reithut trägt, graue Handschuhe und enge Ärmel und daß er die Peische in der Hand hält. Erst nach unendlichen Veränderungen ist es den Beaux gelungen, den Ansprüchen gerecht zu werden, die die Mode in diesen Dingen vorschreibt. Alles andere wird jetzt den Kabrioletts nachgebildet: Haartrachten, Kleider, Perücken, einfach alles. Bald wird jeder in der Stadt ein Kabriolett besitzen."


In 17th century France an early two-horse form of the cabriolet appeared shortly and vanished again, only to return with big success in mid-18th century. Now the cabriolet was a light, two-wheeled one-horse construction, run by the passenger himself. The french script 'Dialog entre Cartouche et Mandrin' (1755) contains a description of the cabriolets at their hight of being fashionable: "There is nothing new exept for the cabriolets. They are in fashion right now and all of Paris is enthusiastic about them. (...) As fashion dictates, the passenger's outfit includes a riding hat, grey gloves, tight sleeves and a riding crop. It took the Beaux a large number of alterations to finally adapt to that fashion. Everything else is modelled on the cabriolets: Hairstyle, dress, wigs, everything. Soon everyone in Paris will have a cabriolet."

18th century Chaise

Die Chaise war eine Zwischenform zwischen Vinaigrette und Cabriolet. Sie war ähnlich dem Cabriolet von leichter und eleganter Bauart, einspännig und schneller als eine herkömmliche Kutsche. Sie bot Platz für maximal zwei - eher schlanke - Reisende. Das Einsteigen gestaltete ich oft schwierig, da die Karosse sich genau zwischen bzw. über den Rädern befand. Die ursprünglich französische Chaise erfreute sowohl in England als auch in den Vereinigten Staaten von Amerika großer Beliebheit und war insgesamt eine der beliebtesten Kutschenformen des 18. Jahrhunderts.

The Chaise was an intermediate form between the Vinaigrette and the Cabriolet. It was light and elegant in design and much faster than a regular coach. The one-horse Chaise acommodated two - rather slim - passengers, but was a little difficult to board, since the caroche was located above and inbetween the wheels. Of french origin, the Chaise quickly became popular in England and the United Staates of America and was one of the most favoured carriages in the 18th century.

French Chaise © Science & Society Picture Library

Thursday, December 8, 2011

Vogue vs. Dangerous Liaisons





Madonnas costume for her performance of Vogue in 1990 at the VMAs was borrowed from the costume department of the movie "Dangerous Liaisons". Thanks to Costume Dramas Obession I found the scenes in which Glenn Close wore the dress in her role as the Marquise de Merteuil. It seems she wore it twice. First in a scene at the Opera and again as hostess in her domain.

Irgendwo habe ich gelesen, dass Madonna bei ihrer 1990er Vogue Interpretation ein Kostüm aus dem Film Dangerous Liaisons getragen hat. Jetzt habe ich dank des Blogs Costume Dramas Obsession endlich rausgefunden welches. Es wurde von Glenn Close in der Rolle der Marquise de Meteuil getragen. Und zwar in zwei verschiedenen Szenen, wie es scheint. Einmal in der Oper und einmal zu einem späteren Zeitpunkt als Gastgeberin daheim.


 


Tuesday, November 22, 2011

Mads Mikkelsen + 18th century Denmark


Es gibt einen Teaser für den Film Eine königliche Affäre, der im 18. Jahrhundert in Dänemark spielt und auf einer wahren Begebenheit beruht. Einige kennen die Geschichte vielleicht aus Per Olov Enquists Roman Der Leibarzt, der allerdings nicht die Vorlage für das Drehbuch darstellt. Kurzum: Es geht um das Schicksal des jungen deutschen Arztes Johann Friedrich Struensee (Mads Mikkelsen), der von 1768 an als Leibarzt an den Hof des dänischen Königs Christian VII. gerufen wurde. Dort beginnt er eine verhängnisvolle Affäre mit der jungen Königin Caroline Mathilde.
Es kann ja nie genug Filme über das 18. Jahrhundert geben, insofern freue ich mich schon sehr auf diese Veröffentlichung, vor allem da Mads Mikkelsen mit von der Partie ist. Kinostart soll im März 2012 sein.

Some might know the story about the german physician Johann Friedrich Struensee (Mads Mikkelsen) who, in 1768, became the personal physician of King Christian VII. of Denmark and Norway. Struensee started a fatal affair with the young Queen Caroline Mathilde. Per Olov Enquist turned this story into a famous novel, but the movie is not based on it. Nevertheless it looks fairly promising and everything about the 18th century on big screen is always more than welcome to me. And it's with Mads Mikkelsen, so it almost cannot get any better! The german release is scheduled for March 2012!

Sunday, November 20, 2011

Corselets in 1780s fashion

Dank Cécile von Mme. du Jards Atelier habe ich erfahren, dass das von mir zuletzt gepostete Hochzeitskleid aus den 1780ern ein seltenes Original einer Modeerscheinung aus eben jenem Jahrzehnt abbildet. Und zwar ein sogenanntes Corselet, ein Korsett also, dass über der Kleidung getragen wurde. Ich habe in der Tat mal die Ausgaben des Journals des Luxus und der Moden durchforstet, um nach Abbildungen und Beschreibungen dieser Mode zu suchen.

Thanks to Cécile from Mme. du Jards Atelier I got to know a little more about the recently posted 1780s wedding dress. It appears to be a rare example of an 1780s fad: the outer corselet. I looked through the 80s issues of the Journal des Luxus und der Moden, where I found a few exemplars with some more information. 

About corselets - Journal des Luxus und der Moden, September 1786

Of french origin, the corselets are described here as the newest trend in fashion, that appeared not without a practical background. In the Journal des Luxus und der Moden it is depicted as a kind of protection for the back of the dress, which otherwise got soiled by hair powder and pomade of the long Chignons or Catogans. There are full and semi corselets or, more simply, large belts. As it says in the journal the corselets are always of a dark coloured fabric and worn to the best effect over white muslin, gauze or silk.
  
Fashion plate September 1786
Closeup of the corselet






















This is the description to the fashion plate above. This full corselet is of black taffeta, lined with white (not mentioned) fabric. The back and the front of the corselet and it's construction follow the english fashion. It is slightly boned, using only very thin boning in a 3 inches spacing, stiched with white silk. A 4 fingers spacing is left open in the front to be decorated and closed with 5 buckles. The buckles and ribbons alternate in direction.

Hier in weiteres Beispiel aus dem Dezember des selben Jahres:
Another example, Dezember 1786:

Fashion plate Dezember 1786
A closeup of the corselet

Description - Journal des Luxus und der Moden


The description (roughly) says: Over the corset a corselet is worn. The cut is following the form of the chest, pointing up in the front and the back. It is laced at the back. It is made of brown atlas, same as the outer sleeves.


Description of the semi corselet
 

The semi corselets are not boned, are only half the size of a full corselet and only covering half of the bodice. On their down side they follow the waistline and are usually closed with three buckles.  
 

The belt









The wide belt, covering the waistline, is either closed with a buckle (about 3 inches in hight) - The author here compares this buckle to the one that's attached to the bandoleers of the french Swiss Guards and thinks it is not good looking -  The belts can also be closed in the back with coloured ribbons.


Hier gibt es zur Erinnerung noch einmal ein Bild von dem Original. So wie es aussieht, scheint es neben den dunklen corselets auch Varianten gegeben zu haben, die in aus dem selben Stoff wie die übrige Robe gefertigt wurden und vorn nicht mit Schnallen, sondern mit Schnürung geschlossen wurden. Ich würde auch sagen, dass es sich hier von der Beschreibung her eher um ein halbes corselet handelt. Ich habe über die 80er Jahre hinaus keine weiteren Abbildungen von corselets gefunden, was aber nicht heißen muss, dass diese Mode in den 90ern nicht mehr existierte.

Here is a picture of the original wedding dress. Clearly, there haven't been only dark coloured corselets. And this one is obviously not closed with buckles but laced. Since all the descriptions above are from 1786 and depict the corselet as a new fashion trend, it is possible that this particular dress is a little younger and shows the ongoing changes of that fashion trend. It seems to be what was characterized as semi corselet. No boning and only covering half of the bodice. Beyond the 1780s, I found no further examples of corselets in the Journal des Luxus und der Moden. Of course this doesn't mean, they couldn't have been used in the 90s as well.